____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Nachtreiher
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) ist eine Art aus der Familie der Reiher (Ardeidae) und gehört somit in die Ordnung Pelecaniformes.
Der Nachtreiher ist nahezu weltweit vertreten, er fehlt lediglich in Australasien. Er war ursprĂŒnglich auch in Mitteleuropa weit verbreitet, er ist mittlerweile jedoch nur noch im Osten und SĂŒdosten Mitteleuropas ein verhĂ€ltnismĂ€Ăig hĂ€ufiger Brut- und Sommervogel.
Contents
âą Merkmale
âą Vorkommen
âą Verhalten
⹠ErnÀhrung
âą Fortpflanzung
âą Ăkologie
âą Unterarten
âą Bestand
âą Trivia
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Merkmale
Nachtreiher erreichen eine KörpergröĂe zwischen 58 und 65 Zentimetern und wiegen zwischen 727 und 1014 Gramm.cite-ref-1[1] Die Weibchen sind meist etwas kleiner und haben wĂ€hrend der Fortpflanzungszeit einen etwas kĂŒrzeren Federschopf als MĂ€nnchen. Sie haben einen untersetzten Körperbau mit vergleichsweise kurzem Hals und Beinen.
Das Federkleid der adulten Nachtreiher ist auffĂ€llig grau, schwarz und weiĂ gefĂ€rbt. GrundsĂ€tzlich weisen sie â je nach Verbreitungsgebiet â eine leicht voneinander abweichende GefiederfĂ€rbung und KörpergröĂe auf. Die Haube, bestehend aus wenig verlĂ€ngerten Kopf- und lĂ€ngeren Nackenfedern, ist schwarz. RĂŒcken und Schultern sind ebenfalls schwarz, der Bauch ist hellgrau bis weiĂ gefĂ€rbt, ansonsten sind Rumpf und FlĂŒgel unscheinbar aschgrau. Stirn und Gesicht sind weiĂ, der dicke Schnabel ist schwarz, die Iris ist auffĂ€llig rot. An manchen Stellen ist ihr Gesicht unbefiedert, die Haut dort ist grĂŒnlich-gelb. Die Beine der adulten Nachtreiher sind blass gelbgrĂŒn. Die FlĂŒgel sind breit und rund. Im Flug Ă€hneln sie den Rohrdommeln.
Die Jungvögel haben noch mattgraue Beine, und ihre Augen sind gelblich bis bernsteinfarben. Kopf, Hals, Brust und Bauch sind braun, ocker und weiĂ gestreift, wĂ€hrend die Federspitzen mit groĂen weiĂen Flecken versehen sind. Erst mit dem dritten Jahr erhalten sie das voll ausgefĂ€rbte Federkleid eines adulten Nachtreihers.
Ihr allgemeiner Ruf erinnert an die raue, heisere Stimme eines Raben und klingt wie Qua, Quak oder Quark. Dieser Ruf wird meist im Flug oder von einem hoch gelegenen Standort ausgestoĂen.
Vorkommen
Nachtreiher kommen in Europa, Afrika, Asien und Amerika vor. In Mitteleuropa waren sie im 19. Jahrhundert noch verbreitete Brutvögel. Heute sind sie vorwiegend eine sĂŒdeuropĂ€ische Art. Sie kommen dort an Salz- und BrackgewĂ€ssern und im Marschland vor, auch an groĂen FlĂŒssen, flachen SĂŒmpfen und an Seeufern, die groĂzĂŒgig mit Binsen- (Juncaceae) und RohrkolbengewĂ€chsen (Typhaceae) ĂŒberwachsen sind.
Die Unterart Nycticorax nycticorax hoactli findet man in einem vergleichbaren Habitat, allerdings nur auf den hawaiischen Inseln. Auf der Insel LÄna'i wurde sie jedoch noch nie gesichtet. Die Unterart Nycticorax nycticorax falklandicus ist nur auf den Falklandinseln beheimatet und ist damit die Unterart, die unter den extremsten Klimabedingungen lebt. Sie ist grundsĂ€tzlich kleiner und dunkler gefiedert als andere Unterarten des Nachtreihers.cite-ref-2[2]
Verhalten
Nachtreiher sind das ganze Jahr ĂŒber sehr sozial, man findet sie meist zusammen mit Gleichartigen, aber auch mit anderen Reiherarten. Im Winter sitzen sie meist gemeinsam auf einem Ast. EuropĂ€ische BestĂ€nde sind Zugvögel, einige auĂereuropĂ€ische Populationen bleiben auch im Winter am selben Ort. Wenn es kalt ist, ziehen sie im Flug die Beine ein, um sich warm zu halten. Die Jungvögel ziehen sich bei KĂ€lte ins Nest zurĂŒck und kauern dort zusammen. Nachtreiher verteidigen ihr Nahrungs- und Nistrevier.
ErnÀhrung
Auf Nahrungssuche begeben sich Nachtreiher vor allem abends und nachts, wodurch sie Gerangel um Futter mit tagaktiven Reiherarten vermeiden. Wenn Nahrung knapp ist, z. B. in der Brutzeit, suchen sie auch am Tage nach Futter. Sie ernĂ€hren sich recht vielseitig, hauptsĂ€chlich von kleinen Fischen, WĂŒrmern und Insekten. Gelegentlich fressen sie auch Krebstiere, Amphibien, Reptilien, Muscheln, Nager, Vögel, Eier und Aas, selten pflanzliche Materialien. Sie suchen ihre FutterplĂ€tze immer wieder auf.
Fortpflanzung
In der Brutsaison verfĂ€rben sich die Beine der monogam lebenden Nachtreiher pinkfarben, zwei oder drei auffallend weiĂe, lange Federn reichen dann vom Nacken bis weit auf den RĂŒcken. WĂ€hrend der Balz werden die MĂ€nnchen aggressiver, tĂ€nzeln fast kriechend herum, Kopf geduckt, und klappern mit dem Schnabel oder greifen nach einem Zweig. Nach dem Tanz strecken sie ihren Hals weit aus, nicken mit dem Kopf immer tiefer, bis er die Höhe der FĂŒĂe erreicht, dann geben sie schnalzend-zischende GerĂ€usche von sich. Das Fuchteln mit einem Zweig oder das Putzen des Gefieders kann man zumeist zwischen den BalzgesĂ€ngen beobachten. Man nimmt an, dass dieses Balzspiel andere MĂ€nnchen stimuliert, selbst zu balzen. Bei einer in Kolonien brĂŒtenden Art ist das fĂŒr eine erfolgreiche Fortpflanzung entscheidend. Weibchen, die sich dem balzenden MĂ€nnchen nĂ€hern, werden erst mal zurĂŒckgewiesen. Wird es einem Weibchen dann doch gestattet, das Revier zu betreten, putzt das neue PĂ€rchen sich gegenseitig, und sie klappern abwechselnd mit dem Schnabel. Ein bis zwei Tage nach der Bindung vollziehen sie die Kopulation entweder im Nest oder nahe dabei.
Sie brĂŒten wie einige andere Reiher, zum Beispiel Kanada- (Ardea herodias) oder Seidenreiher (Egretta garzetta), in Kolonien. Etwa 30 Nester werden gewöhnlich in einen Baum gebaut, dicht am Baumstamm oder in Astgabeln. Ăhnlich wie der Mangrovereiher (Butorides striatus) bauen auch Nachtreiher nur ein sehr dĂŒrftiges Nest. Dabei beginnt das MĂ€nnchen mit dem Bau, es errichtet eine Zweigunterlage oder renoviert ein schon bestehendes Nest. Es trĂ€gt dann weitere Zweige, Wurzeln und Gras herbei, die anschlieĂend vom Weibchen eingeflochten werden.
Es wird nur einmal im Jahr gebrĂŒtet, sehr selten auch zweimal. Etwa in vier bis fĂŒnf Tagen nach der Kopulation (Ende April bis Ende Juni) legt das Weibchen in Intervallen von zwei Tagen etwa drei bis fĂŒnf Eier. Am ersten Tag sind sie noch krĂ€ftig grĂŒn, doch sie blassen schnell ins BlĂ€uliche oder GrĂŒnliche aus. Das PĂ€rchen bebrĂŒtet sie abwechselnd etwa 22 bis 25 Tage lang. An sehr heiĂen Tagen befeuchten die Altvögel ihr Federkleid, um die Eier kĂŒhl zu halten. Die Jungvögel verlassen das Nest schon drei Wochen nach dem SchlĂŒpfen, aber sie entfernen sich noch nicht sehr weit. Ab drei Wochen verstecken sich die Jungvögel hoch oben in den Baumkronen, wenn sie sich bedroht fĂŒhlen. Im Alter von etwa sechs bis sieben Wochen können sie schon gut fliegen und stecken eigene Reviere ab, die sie schon zu verteidigen wissen. Die Altvögel erkennen ihre Jungen meist nicht wieder und ziehen auch die Brut anderer Nester auf.
Ăkologie
Fischereibetriebe beklagen sich, dass das Auftreten der Nachtreiher sehr schlecht fĂŒr die Fischzucht sei, da sie eine groĂe Menge an Fisch verspeisen sollen. Das ist der Grund, weshalb Nachtreiher, die nahe an Fischzuchtstationen gesehen werden, gestellt oder geschossen werden. Jedoch gibt es mittlerweile andere Möglichkeiten, Nachtreiher von den Zuchtbecken fernzuhalten.
Wenn sie in der NĂ€he von Siedlungen Kolonien aufbauen, sagt man den Nachtreihern nach, dass sie groĂen Schaden anrichten sollen. Deshalb soll man sie auch hier geschossen haben, jedoch wurden hier auch andere Möglichkeiten entwickelt, Nachtreiher fernzuhalten. FrĂŒher wurden sie wegen ihres Fleisches gejagt, aber heute jagt man sie fast gar nicht mehr.
Unterarten
Es sind folgende Unterarten bekannt:cite-ref-3[3]
âą Nycticorax nycticorax nycticorax (Linnaeus, 1758)cite-ref-linne142-4-0[4] ist in Eurasien sĂŒdlich bis Afrika und Madagaskar und östlich bis ins östliche Asien, die Philippinen und das Malaiische Archipel verbreitet.
âą Nycticorax nycticorax hoactli (Gmelin, JF, 1789)cite-ref-gmelin630-5-0[5] ist vom sĂŒdlichen Kanada bis ins nördliche Argentinien und Chile sowie auf Hawaii verbreitet
âą Nycticorax nycticorax falklandicus Hartert, EJO, 1914cite-ref-hartert15-7-0[7] kommt auf den Falklandinseln vor.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Nachtreihers erfolgte 1758 durch Carl von LinnĂ© unter dem wissenschaftlichen Namen Ardea Nycticorax. Als Verbreitungsgebiet gab er SĂŒdeuropa an.cite-ref-linne142-4-1[4] 1817 fĂŒhrte Thomas Ignatius Maria Forster die neue Gattung Nycticorax fĂŒr Nycticorax infaustus Forster, T, 1817 ein Synonym fĂŒr den Nachtreiher ein.cite-ref-forster59-8-0[8] Der Gattungsname und der Artname haben ihren Ursprung in ΜÏ
ÎșÏÎčÎșÎżÏαΟ, ΜÏ
ÎșÏÎčÎșÎżÏαÎșÎżÏ nyktikorax, nyktikorakos, deutsch âfĂŒr ein Vogel mit schlechtem Omen laut Aristoteles oder Hesychios von Alexandriaâ. Eine weitere Ableitung ist ΜÏ
Ο, ΜÏ
ÎșÏÎżÏ nyx, nyktos, deutsch âNachtâ und ÎșÎżÏαΟ, ÎșÎżÏαÎșÎżÏ, ÎșÏÏÎ¶Ï corax, corakos, krĆzĆ, deutsch âRabe, krĂ€henâcite-ref-9[9] Hoactli ist der Nahuatl Name fĂŒr den Nachtreiher.cite-ref-10[10] Falklandicus bezieht sich auf die Falklandinseln.cite-ref-hartert15-7-1[7] Obscurus leitet sich von lateinisch obscurus âdunkel, dĂŒsterâ ab.cite-ref-11[11] Alfred Laubmann hatte fĂŒr sein Werk Die Vögel von Paraguay zwei BĂ€lge, gesammelt von Michael Mathias Kiefer (1902â1980) im Bergland des RĂo Apa, zur VerfĂŒgung. In der Literatur fand er viele Nachweise fĂŒr das Land, so z. B. am RĂo Pilcomayo durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepschcite-ref-berlepsch31-12-0[12], am RĂo ParanĂĄ und RĂo Paraguay durch Claude Henry Baxter Grantcite-ref-grant339-13-0[13], am RĂo Confuso durch Arnaldo de Winkelried Bertonicite-ref-bertoni257-14-0[14] und Villarica durch Carl Eduard Hellmayr.cite-ref-hellmayr307-15-0[15] Ardea tayazu-guira Vieillot, 1817cite-ref-vieillot437-16-0[16] sah er als Synonym zu Nycticorax nycticorax hoactli. Vieillots Namen basiert wiederum auf Garza de la tayazĂș-gĂŒirĂĄcite-ref-azara173-17-0[17] von FĂ©lix de Azara. Laubmann war sich nicht ganz sicher, ob N. n. hoactli oder N. n. tayazuguira die vorhandene Unterart fĂŒr Paraguay darstellt.cite-ref-laubmann95-18-0[18] Tayazuguira ist der GuaranĂ fĂŒr den Nachtreiher.cite-ref-19[19] Ardea nĂŠvia Boddaert, 1783cite-ref-boddaert56-20-0[20], Nycticorax americanus Bonaparte, 1838cite-ref-bonaparte48-21-0[21], Ardea cyanocephala Molina, 1782cite-ref-molina235-22-0[22], Ardea grisea Linnaeus, 1766cite-ref-linne239-23-0[23], Ardea kwaka Gmelin, SG, 1770cite-ref-gmelin452-24-0[24], Maridus luteus Wood, 1837cite-ref-wood201-25-0[25] und Nycticorax aegyptius Gurney, 1872cite-ref-gurney293-26-0[26] werden heute alle als Synonyme betrachtet.
Bestand
Der Nachtreiher ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands in der Kategorie 2 (âstark gefĂ€hrdetâ) aufgefĂŒhrt. Er ist eine Art des Anhangs I der EU-Vogelschutzrichtlinie (RL 79/409/EWG). Im Zeitraum 1995 bis 1999 wurden in Deutschland 35 Brutpaare beobachtet, 2005 bis 2009 waren es nur noch 18 bis 22 Brutpaarecite-ref-27[27]. Der mitteleuropĂ€ische Verbreitungsschwerpunkt ist Ungarn, wo 2002 3.600 Brutpaare vorkamen.cite-ref-bauer255-28-0[28]
Ein Bestandseinbruch auf Grund direkter Verfolgung und Habitatzerstörung erfolgte bereits im 18. und 19. Jahrhundert. Erst in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts erfolgte eine Bestandszunahme und Ausbreitung in das derzeitige Areal. Allerdings kam es danach erneut zu einem RĂŒckgang der Populationszahlen. Dabei spielte erneut direkte Verfolgung eine Rolle, allerdings könnten bei diesem Langstreckenzieher, der in Afrika groĂe WĂŒstenzonen durchquert, auch die Trockenjahre eine groĂe Rolle gespielt haben. Seitdem hat der Bestand unter anderem in Frankreich stark zugenommen und auch auf den Reisfeldern Italiens wieder zugenommen. In den Niederlanden, in Belgien und Deutschland sind die Populationen jedoch nach wie vor sehr klein und isoliert und unterliegen groĂen Bestandfluktuationen.cite-ref-bauer255-28-1[28]
Trivia
Der Asteroid des inneren HauptgĂŒrtels (8753) Nycticorax ist nach dem Nachtreiher benannt, dessen wissenschaftlicher Name Nycticorax nycticorax lautet. Zum Zeitpunkt der Benennung des Asteroiden am 2. Februar 1999 befand sich der Nachtreiher auf der niederlĂ€ndischen Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten.cite-ref-29[29]
Literatur
âą FĂ©lix de Azara: Apuntamientos para la historia natural de los pĂĄxaros del ParagĂŒay y Rio de la Plata. Band 3. Impr. de la viuda de Ibarra, Madrid 1805 (biodiversitylibrary.org).
âą Hans-GĂŒnther Bauer, Einhard Bezzel, Wolfgang Fiedler (Hrsg.): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles ĂŒber Biologie, GefĂ€hrdung und Schutz. 1 (Nonpasseriformes â Nichtsperlingsvögel). Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-647-2.
âą Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch: Systematisches Verzeichniss der von Herrn Ricardo Rohde in Paraguay gesammelten Vögel. In: Journal fĂŒr Ornithologie (= 4. Band 15). Nr. 177, 1887, S. 1â37 (biodiversitylibrary.org).
âą Arnaldo de Winkelried Bertoni: Sobre ornitologĂa del Chaco Paraguayo. Aves colectadas por FĂ©lix Posner en la Colonia âMonte Sociedadâ, hoy Benjamin Aceval (Villa Hayes). In: Revista de la Sociedad CientĂfica del Paraguay. Band 2, Nr. 6, 1930, S. 241â257.
âą Pieter Boddaert: Table des planches enluminĂ©ez dâhistoire naturelle de M. DâAubenton: avec les denominations de M.M. de Buffon, Brisson, Edwards, Linnaeus et Latham, precedĂ© dâune notice des principaux ouvrages zoologiques enluminĂ©s. NA, Utrecht 1783 (biodiversitylibrary.org).
âą Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: A geographical and comparative list of the birds of Europe and North America. Van Voorst, London 1838 (biodiversitylibrary.org).
âą Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Tableau synoptiques de lâordre des HĂ©rons. In: Comptes rendus hebdomadaires des sĂ©ances de lâAcadĂ©mie des sciences. Band 40, 1855, S. 141â142 (biodiversitylibrary.org).
âą Lilli Clormann, Bernd Clormann: Mitteilungen aus der biologischen Station Wilhelminenberg. â Beobachtungen in einer Brutkolonie des Nachtreihers (Nycticorax nycticorax). In: Natur und Land (vormals BlĂ€tter fĂŒr Naturkunde und Naturschutz). Band 3, 1965, S. 65â72 (zobodat.at [PDF]).
âą William Edwin Davis, Jr.: Black-crowned Night-Heron (Nycticorax nycticorax) in The Birds of North America. Hrsg.: Alan Forsyth Poole, Frank Bennington Gill. Nr. 74. The Academy of Natural Sciences, The American Ornithologists' Union, Philadelphia, Washington D.C. 1993, doi:10.2173/tbna.74.p.
âą Thomas Ignatius Maria Forster: A synoptical catalogue of British birds; intended to identify the species mentioned by different names in several catalogues already extant. Forming a book of reference to Observations on British ornithology. Printed by and for Nichols, son, and Bentley, London 1817 (biodiversitylibrary.org).
âą Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 2. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1789 (biodiversitylibrary.org).
âą Samuel Gottlieb Gmelin: Systematisches Verzeichniss der von Herrn Ricardo Rohde in Paraguay gesammelten Vögel. In: Novi commentarii Academiae Scientiarum Imperialis Petropolitanae. Band 15, 1770, S. 439â484 (biodiversitylibrary.org).
âą Claude Henry Baxter Grant: List of Birds collected in Argentinia, Paraguay, Bolivia, and South Brazil, with Field notes Part II. In: The Ibis (= 9. Band 5). Nr. 18, 1911, S. 317â350 (biodiversitylibrary.org).
âą John Henry Gurney in Karl Johan Andersson: Notes on the birds of Damara Land and the adjacent countries of South-west Africa. J. van Voorst, London 1872 (biodiversitylibrary.org).
âą Ernst Hartert: Dr. Ernst Hartert described two Herons as folowing. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 35, 1914, S. 14â15 (biodiversitylibrary.org).
âą Carl Eduard Hellmayr: The birds of Chile. In: Field Museum Natural History Publications (= Zoological Series). Band 19, 1932, S. 1â472 (biodiversitylibrary.org).
âą James A. Kushlan, James A. Hancock: Herons. Oxford University Press, Oxford 2005, ISBN 0-19-854981-4.
âą Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 95â96 (google.de).
⹠Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (biodiversitylibrary.org).
⹠Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 12. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1766 (biodiversitylibrary.org).
âą Juan Ignacio Molina: Saggio sulla storia naturale del Chili. Nella Stamperia di S. Tommaso d'Aquino, Bologna 1782 (csic.es).
âą Hadoram Shirihai: A Complete Guide to Antarctic Wildlife. The Birds and Marine Mammals of the Antarctic Continent and Southern Ocean. Alula Press, Degerby 2002, ISBN 951-98947-0-5.
⹠Louis Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Band 14. Deterville, Paris 1817 (biodiversitylibrary.org).
âą Charles Thorold Wood: The ornithological guide. Whittaker, London 1837 (biodiversitylibrary.org).
Weblinks
Commons
: Nachtreiher
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Nachtreiher
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⹠Nycticorax nycticorax in der Roten Liste gefÀhrdeter Arten der IUCN 2025.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2025. Abgerufen am 11. April 2025.
âą Factsheet auf BirdLife International
âą Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) auf eBird.org
âą Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) bei Avibase
âą Nycticorax nycticorax im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
âą xeno-canto: Tonaufnahmen â Nachtreiher (Nycticorax nycticorax)
âą Black Crowned Night Heron (Nycticorax nycticorax) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
âą Eintrag bei der Schweizerischen Vogelwarte. Abgerufen am 9. April 2023.
âą Javier Blasco-Zumeta, Gerd-Michael Heinze: Geschlechts- und Altersbestimmung (PDF-Datei, englisch)
âą Federn des Nachtreihers
Einzelnachweise
cite-note-11. â James A. Kushlan, James Hancock: Herons (= Bird families of the world). Oxford University Press, Oxford ; New York 2005, ISBN 978-0-19-854981-9 (englisch). Fehler in Vorlage:Literatur â *** Parameterproblem: Dateiformat/GröĂe/Abruf nur bei externem Link
cite-note-22. â Hadoram Shirihai, Brett Jarrett: The complete guide to Antarctic wildlife: birds and marine mammals of the Antarctic continent and the Southern Ocean. Alula Press, Degerby 2002, ISBN 978-951-98947-0-6 (englisch). Fehler in Vorlage:Literatur â *** Parameterproblem: Dateiformat/GröĂe/Abruf nur bei externem Link
cite-note-33. â Ibises, spoonbills, herons, Hamerkop, Shoebill, pelicans. In: IOC World Bird List v15.1. Frank Gill, David Donsker, Pamela Rasmussen, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
cite-note-linne142-44. â Carl von LinnĂ©: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758, S. 142â143 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-gmelin630-55. â Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 2. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1789, S. 630 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-bonaparte141-66. â Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Tableau synoptiques de lâordre des HĂ©rons. In: Comptes rendus hebdomadaires des sĂ©ances de lâAcadĂ©mie des sciences. Band 40, 1855, S. 141 (französisch, biodiversitylibrary.org [abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-hartert15-77. â Ernst Hartert: Dr. Ernst Hartert described two Herons as folowing. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 35, 1914, S. 15 (englisch, biodiversitylibrary.org [abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-forster59-88. â Thomas Ignatius Maria Forster: A synoptical catalogue of British birds; intended to identify the species mentioned by different names in several catalogues already extant. Forming a book of reference to Observations on British ornithology. Printed by and for Nichols, son, and Bentley, London 1817, S. 59 (englisch, biodiversitylibrary.org [abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-99. â Nycticorax The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling
cite-note-1010. â hoactli The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling
cite-note-1111. â obscurus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
cite-note-berlepsch31-1212. â Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 31.
cite-note-grant339-1313. â Claude Henry Baxter Grant (1911), S. 339.
cite-note-bertoni257-1414. â Arnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 257.
cite-note-hellmayr307-1515. â Carl Eduard Hellmayr (1930), S. 307.
cite-note-vieillot437-1616. â Louis Pierre Vieillot (1930), S. 437â438.
cite-note-azara173-1717. â FĂ©lix de Azara (1805), S. 173â177.
cite-note-laubmann95-1818. â Alfred Laubmann (1939), S. 95â96.
cite-note-1919. â tayazuguira The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
cite-note-boddaert56-2020. â Pieter Boddaert (1783), S. 56.
cite-note-bonaparte48-2121. â Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1838), S. 48.
cite-note-molina235-2222. â Juan Ignacio Molina (1782), S. 235.
cite-note-linne239-2323. â Carl von LinnĂ© (1766), S. 239.
cite-note-gmelin452-2424. â Samuel Gottlieb Gmelin (1770), S. 452.
cite-note-wood201-2525. â Charles Thorold Wood (1770), S. 201.
cite-note-gurney293-2626. â John Henry Gurney (1872), S. 293.
cite-note-2727. â Christoph GrĂŒneberg, Hans-GĂŒnther Bauer, Heiko Haupt, Ommo HĂŒppop, Torsten Ryslavy & Peter SĂŒdbeck: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 5. Fassung, 30. November 2015. In: Berichte zum Vogelschutz. Band 52, 2015, S. 19â67 (ogbw.de [PDF; abgerufen am 3. Dezember 2025]).
cite-note-bauer255-2828. â Einhard Bezzel, Hans-GĂŒnther Bauer, Wolfgang Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: alles ĂŒber Biologie, GefĂ€hrdung und Schutz. AULA, Wiebelsheim 2005, ISBN 978-3-89104-647-0.
cite-note-2929. â Lutz D. Schmadel: Dictionary of Minor Planet Names. Fifth Revised and Enlarged Edition. Hrsg.: Lutz D. Schmadel. 5. Auflage. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 2003, ISBN 3-540-29925-4, S. 186, doi:10.1007/978-3-540-29925-7_7191 (englisch, 992 S., Originaltitel: Dictionary of Minor Planet Names. Erstausgabe: Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 1992): â2636 P-L. Discovered 1960 Sept. 24 by C. J. van Houten and I. van Houten-Groeneveld at Palomar.â